Shroud of the Avatar PvP Screenshot

Shroud of the Avatar – ein Erfolg ohne Richtung

Diese Woche startet Release 13 des MMORPGs Shroud of the Avatar, das auch auf Steam sehr erfolgreich ist.

Seit der Veröffentlichung der Early Access Version des MMORPGs Shroud of the Avatar hält sich das Spiel in den Top 10. Die Wertungen der Spieler liegen bei durchschnittlich 87%. Doch schaut man genau hin, dann ist Shroud of the Avatar ein Spiel ohne Richtung, das mit den nostalgischen Gefühlen der Kunden spielt.

Schaut man sich de Kommentarsektionen sowohl auf Steam als auch im offiziellen Forum an, erkennt man, dass viele offenbar gar nicht wissen, welchen Weg das MMO geht. Es tummeln sich sehr viele Fans des Kult-MMORPGs Ultima Online in den Foren aber auch sehr viele Fans der alten Single Player Ultima Spiele. Beide Parteien erhoffen sich von Shroud of the Avatar ein Spielerlebnis wie damals. Doch kann das Spiel wirklich beide Gruppen zufriedenstellen? Kann das Spiel so werden wie Ultima Online, während es gleichzeitig Single Player Fans und Gelegenheitsspieler anspricht?

Ultima Online ist für heutige MMORPG-Verhältnisse ein Hardcorespiel. Offenes PvP und Full Loot würden heute nicht mehr gut funktionieren. Es gab keine Quests und die großen Freiheiten der Spieler führten zu unangenehmen Dingen wie Spielerstädten direkt vor Dungeon-Eingängen. Spieler, die MMORPGs wie World of Warcraft gewöhnt sind, könnten mit einem Spiel, das 1:1 wie Ultima Online ist, wohl nichts mehr anfangen. Möchte Shroud of the Avatar also eine breitere Masse erreichen, dann kann es nicht 1:1 wie Ultima Online werden. Dies zeigt sich schon am PvP. Aktuell ist es möglich, PvP komplett aus dem Weg zu gehen und Full Loot wird es wohl nicht geben. Doch die Ultima Online Fans gehen davon aus, dass SotA so wird wie Ultima Online war.

Hinzu kommt der angekündigte Single Player Modus, denn SotA soll sich auch wie ein Single Player RPG spielen lassen. Ultima Fans erwarten hier ein klassisches reines Single-Player-Erlebnis mit einer lebendigen und glaubwürdigen Spielwelt. Das wiederum passt aber weder zu Ultima Online noch zu einem MMORPG, das die breitere Masse ansprechen soll. So machen beispielsweise Respawns in einem Single Player RPG keinen Sinn, sind aber für ein MMORPG essentiell.

Wie das Entwicklerstudio Portalarium alles unter einen Hut bringen will, ohne eine der Gruppen durch zu heftige Kompromisse zu verärgern, ist momentan noch ein Rätsel. Wer sich Shroud of the Avatar ansehen möchte, der kann ab diesem Donnerstag, den 18. Dezember bei Release 13 reinspielen, sofern er sich die Early Access Version über Steam kauft oder das Spiel über die offizielle Website „backt“.

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